Kunstverein in Hamburg, 21.02.–10.05.26

Lenke Rothman: Quality of Life

Der Kunstverein in Hamburg lädt zur Eröffnung der umfassenden Übersichtsschau der schwedisch-ungarischen Künstlerin Lenke Rothman am Freitag, den 20. Februar um 19 Uhr ein.

Von den 1950er Jahren bis zu ihrem Tod im Jahr 2008 entwickelte Rothman ein einzigartiges feministisches Œuvre, in dem Alltäglichkeit vor dem Hintergrund ihrer Biografie und Geschichte verhandelt werden und wo die Künstlerin eine radikale, gelebte Gegenwart nach der Shoah herstellt. Ihr Werk verhandelt Zeitlichkeit und Vergänglichkeit, unter anderem durch die Konservierung von Stoffen und Kleidung, und wandelt sich von abstrakter Malerei zu postkonzeptueller feministischer Skulptur. Durch wiederkehrende Gesten – Nähen, Ausbessern und Einhüllen, das Einritzen von Texten in Stoff oder Papier und das Zusammenhalten zerrissener oder zerfallender Fragmente – materialisiert Rothman sowohl Vergänglichkeit als auch Erinnerung und betont dabei Kleidung als Membran zwischen zerbrechlichen Körpern und der sie umgebenden Welt. Rothmans gestische Poetik versteht Reparatur als eine Materialisierung des Fortdauernden, geleitet von der Frage: “Wie kann Leben gerettet und erhalten werden trotz andauernder Zerstörung?”

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Kunstverein in Hamburg

Kunstverein in Hamburg. Photo: Fred Dott
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