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Hamburger Kunsthalle

Ausstellungen

RAFFAEL. Wirkung eines Genies

02.07.2021-03.10.2021

Die Hamburger Kunsthalle veranschaulicht mit ca. 200 Druckgraphiken, Zeichnungen, Gemälden, Fotografien und Büchern aus eigenem Bestand die einzigartige Wirkung von Raffael (1483–1520), der zu den herausragenden Künstlern der Renaissance zählt. Raffael war der Superstar einer Epoche, der in seinem kurzen Leben von Erfolg zu Erfolg eilte und von höchsten Würdenträgern wie den Päpsten mit ehrenvollen Aufträgen überhäuft wurde. Mit seinen Gemälden und Fresken setzte er nicht nur für seine Zeit, sondern für Jahrhunderte die Maßstäbe der europäischen Kunst. Einen Höhepunkt der Ausstellung stellen fünf eigenhändige Zeichnungen Raffaels aus dem Besitz des Kupferstichkabinetts der Hamburger Kunsthalle dar. Sie wurden eigens für die Präsentation mit modernsten technischen Mitteln untersucht und werden aufgrund ihrer Empfindlichkeit nur äußerst selten ausgestellt. Diese Figurenstudien belegen Raffaels Meisterschaft der genauen Naturbeobachtung und Beherrschung verschiedener Zeichenmaterialien nachdrücklich.

Neben diesen wertvollen Blättern, die bedeutende Vorstudien für Malereien, etwa im Vatikan sind, präsentiert die Schau RAFFAEL eine umfangreiche Auswahl der wichtigsten Beispiele an Reproduktionsgraphiken: Kein anderer Künstler erzielte eine derart weitreichende Wirksamkeit wie Raffael, kaum ein anderer genoss eine gleichsam heiligmäßige Verehrung wie »il Divino« (der Göttliche). Diese enorme Wirkung äußert sich vor allem in zahlreichen Arbeiten, die nach den Werken des Künstlers geschaffen wurden. Es war Raffael selbst, der die Verbreitung seiner Bildideen mit Graphiken initiierte, ein Verfahren, welches mehr als dreihundertfünfzig Jahre hindurch reichste Nachfolge fand. Zu sehen sind herausragende Interpretationen von Raffaels Meisterwerken, etwa der Schule von Athen, der Sixtinischen Madonna und der Transfiguration. Ausgestellt werden zudem zahlreiche Handzeichnungen nach Raffaels Kompositionen, etwa von Philipp Otto Runge. Seit der Mitte des 19. Jahrhunderts übernahm die aufkommende Fotografie allmählich die Hauptrolle in der Verbreitung von Raffaels Bilderfindungen. In der Schau sind faszinierende Beispiele aus der Frühzeit auch dieses Mediums zu sehen.

Weitere Infos:

Erwin Speckter (1806–1835),
zugeschrieben, nach Raffael,
eigentlich Raffaello Santi oder Sanzio (1483–1520)
Merkur schwebt vom Olymp herab,
(Kopie nach der Figur in der Loggia der Villa Farnesina, Rom), 1830/35
Gouache, 580 x 442 mm (Blatt)
© Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett / bpk
Foto: Christoph Irrgang

Georg Martin Preissler (1700–1754)
Selbsbildnis Raffaels, 1752
Kupferstich, Radierung, 329 – 264 mm (Blatt)
© Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett/ bpk
Foto: Christoph Irrgang

Louis Jacoby (1828–1918) nach
Raffael, eigentlich Raffaello
Santi oder Sanzio (1483–1520)
Schule von Athen, 1863 (vollendet)
Gouache, 692 x 1000 mm (Blatt)
© Hamburger Kunsthalle, Kupferstichkabinett / bpk
Foto: Christoph Irrgang

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ÖFFNUNGSZEITEN:

Di. bis So. 10 – 18 Uhr
Do. 10 – 21 Uhr,
vor Feiertagen: 10 – 18 Uhr
Mo.: Geschlossen

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KONTAKT:

Glockengießerwall 5,
20095 Hamburg
+49 40 428 13 12 00
info@hamburger-kunsthalle.de
hamburger-kunsthalle.de

FÜHRUNGEN:

Di.11 Uhr, Mi. 12 Uhr, Do. 19 Uhr
Sa. 11 und 15 Uhr
So. 12 und 15 Uhr

ANFAHRT:

U/S Hauptbahnhof
Bus 112 Kunsthalle

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