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Hamburger Kunsthalle

Ausstellungen

HEINRICH REINHOLD
Der Landschaft auf der Spur

7.12.18 – 10.03.19

ERÖFFNUNG: Donnerstag, 6. Dezember 2018, um 19 Uhr


Die Hamburger Kunsthalle würdigt ab Dezember 2018 zusammen mit der Klassik Stiftung Weimar das facettenreiche OEuvre von Heinrich Reinhold (1788–1825). Es ist die erste umfassende Retrospektive zu diesem Künstler, der zu den bedeutendsten deutschen Landschaftsmalern des 19. Jahrhunderts gehört und mit seinem Werk die veränderte Landschaftswahrnehmung jener Zeit forcierte. Neben der innovativen Sicht auf die Natur besticht Reinholds Kunst vor allem durch die ungewöhnliche Wahl des Bildausschnitts, sein kompositorisches Geschick und seine fragil-kristalline Zeichentechnik. Anhand von rund 120 Werken zeichnet die Ausstellung Reinholds sämtliche Schaffensperioden nach. Zu sehen ist die ganze Spannbreite seines zeichnerischen und malerischen OEuvres, von präzisen Naturstudien, über Stadt- und Hafenansichten bis zu wirklichkeitsnahen Landschaftsdarstellungen.

In der Hamburger Kunsthalle befindet sich mit 12 Gemälden und einem umfangreichen Konvolut an Zeichnungen der größte Bestand an Werken Reinholds überhaupt. Hinzu kommen weitere, teils unbekannte Werke aus der Klassik Stiftung Weimar, die im Jahre 2010 einen maßgeblichen Teil des Künstlernachlasses erwarb, sowie u. a. aus dem Belvedere Wien, dem Kupferstichkabinett der Staatlichen Museen zu Berlin und dem Thorvaldsens Museum in Kopenhagen.

Das ambitionierte Ausstellungsprojekt verspricht eine Neubewertung von Reinholds Werk. Reinholds Darstellungen reichen von einfachen Feder- und Bleistiftzeichnungen bis hin zu in freier Natur entstandenen Ölstudien, die ihm im deutschen Künstlerkreis eine Pionierrolle sicherten. Ein Großteil seiner Arbeiten entstand in Rom und Umgebung, insbesondere in Olevano, am Golf von Neapel und auf Sizilien. Mit seinen Skizzen in Öl gelang es Reinhold, die Farb- und Lichtwerte der südlichen Landschaft treffend einzufangen und damit die Entwicklung der deutschen Kunst im ersten Drittel des 19. Jahrhunderts und darüber hinaus maßgeblich zu beeinflussen. Der aus einer Geraer Künstlerfamilie stammende Reinhold erhielt früh Zeichenunterricht von seinem Vater, dem Porträtmaler Johann Friedrich Leberecht Reinhold, und seinem Halbbruder Friedrich Philipp. Nach Studienaufenthalten in Dresden und Wien ging er 1809 nach Paris, um dort als Kupferstecher zu arbeiten. 1814 nach Wien zurückgekehrt, widmete er sich intensiv der Landschaftsmalerei und verkehrte im Kreise von Friedrich Olivier, Julius Schnorr von Carolsfeld und Joseph Anton Koch. Gemeinsam mit seinem Bruder und den Malern Ernst Welker, Johann Adam Klein und Johann Christoph Erhard unternahm er Studienreisen in die Schneeberggegend, das Salzkammergut sowie das Berchtesgadener Land. Die auf diesen Wanderungen
geschaffenen Zeichnungen dienten ihm mehrfach als Vorlage für seine Gemälde. Ab dem Jahr 1819 lebte Reinhold in Rom, um sich in den Folgejahren der bildkünstlerischen Erschließung der südlichen Landschaft zu widmen. Seine Ölstudien fanden namhafte Abnehmer wie den Architekten und Maler Karl Friedrich Schinkel, der von Reinhold mehrere Arbeiten erwarb. Bereits 1825 starb der Künstler mit nur 36 Jahren an Luftröhrenschwindsucht.

Die Ausstellung ist in Fortsetzung der Trilogie zu Europas Landschaftsmalern der Goethezeit zu sehen, mit der die Hamburger Kunsthalle Jakob Philipp Hackert (1737–1807) in 2008/09, Johann Christian Reinhart (1761–1847) in 2012/13 und Franz Ludwig Catel (1778–1856) in 2015/16 vorstellte.

Kuratoren: Dr. Markus Bertsch und Dr. Andreas Stolzenburg
Gefördert von: Hamburg Behörde für Kultur und Medien

 

 

 

Heinrich Reinhold (1788–1825)
Blick auf Olevano, 1821/24
Öl auf Papier auf Leinwand,
22 x 29,3 cm
© Hamburger Kunsthalle / bpk
Foto: Elke Walford

Heinrich Reinhold (1788–1825)
Nach dem Sturm, 1819
Öl auf Holz, 33 x 41 cm
© Hamburger Kunsthalle / bpk
Foto: Elke Walford

Heinrich Reinhold (1788–1825)
Blick auf Civitella, 1822
Öl auf Papier auf Pappe, 16,5 x 25,7 cm
© Hamburger Kunsthalle / bpk
Foto: Elke Walford

Heinrich Reinhold (1788–1825)
Blick auf Pizzofalcone in Neapel,
1820
Bleistift auf Papier, 285 x 394 mm
© Hamburger Kunsthalle / bpk
Foto: Christoph Irrgang

Heinrich Reinhold (1788–1825)
Ein Baum in der Campagna, 1822/23
Öl auf Papier auf Pappe, 25,7 x 23 cm
© Hamburger Kunsthalle / bpk
Foto: Elke Walford

Heinrich Reinhold (1788–1825)
Eine Felsschlucht bei Sorrent, 1823
Öl auf Papier auf Leinwand, 29,3 x
22,2 cm
© Hamburger Kunsthalle / bpk
Foto: Elke Walford

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ÖFFNUNGSZEITEN:

Di. bis So. 10 – 18 Uhr
Do. 10 – 21 Uhr,
vor Feiertagen: 10 – 18 Uhr
Mo.: Geschlossen

KONTAKT:

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20095 Hamburg
+49 40 428 13 12 00
info@hamburger-kunsthalle.de
hamburger-kunsthalle.de

FÜHRUNGEN:

Di.11 Uhr, Mi. 12 Uhr, Do. 19 Uhr
Sa. 11 und 15 Uhr
So. 12 und 15 Uhr

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Bus 112 Kunsthalle

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