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Hamburger Kunsthalle

Ausstellungen

Ernst Wilhelm Nay (1902–1968)  Paar mit Schmetterlingen, 1939  Öl auf Leinwand, 90 x 115 cm  Sammlung Alexejew-Brandl  © VG Bild-Kunst, Bonn 2021 / Ernst Wilhelm Nay Stiftung, Köln  Foto: Trevor Good Ernst Wilhelm Nay (1902–1968), Frau mit Tieren, 1939, Öl auf Leinwand, 109 × 87 cm, OL-art, Collection, © VG Bild-Kunst, Bonn 2021 /  Ernst Wilhelm Nay Stiftung  © Ketterer Kunst GmbH & Co. KG, München Barbara Deller-Leppert, Ernst Wilhelm Nay bei der Arbeit, 1964 © Barbara Deller-Leppert © Fotoarchiv Ernst Wilhelm Nay Stiftung

Ernst Wilhelm Nay
Retrospektive

25.03.22 - 07.08.22

Seine kraftvollen, farbintensiven Bilder gelten als Brücke zwischen der Kunst vor und nach dem Zweiten Weltkrieg, zwischen Expressionismus, Abstraktion und einer freien gestischen Malerei nach 1945, zwischen deutscher und internationaler Moderne: Ernst Wilhelm Nay (1902–1968). Schon als junger Künstler hatte Nay um 1930 Anerkennung unter Sammler*innen, Kunsthistorikern und Kritikern gefunden, war in bedeutenden Ausstellungen vertreten gewesen und hatte erste Preise erhalten. Mit seiner Beteiligung an der »documenta« in Kassel 1955, 1959 und 1964 sowie den »Biennalen« in São Paulo und Venedig etablierte er sich endgültig als feste Größe in der Kunst der Moderne.

Trotz Nays historischer Bedeutung und seiner starken Präsenz in öffentlichen und privaten Sammlungen war die Beschäftigung mit seinem Werk zuletzt meist auf einzelne Schaffensphasen, auf Material- oder Formaspekte beschränkt. Eine kritische, zeitgemäße Nay-Retrospektive ist ein Desiderat – umso mehr, als die aktuelle Forschung neues Licht auf den Künstler wirft und jüngere Erwerbungen durch europäische Museen wie die Tate Modern, London, oder das Musée national d’art moderne, Paris, seine Geltung bekräftigen.

Mit rund 120 Gemälden, Aquarellen und Zeichnungen stellt diese erste umfangreiche Retrospektive nach 30 Jahren ein facettenreiches Œuvre in allen Phasen vor. Darüber hinaus beleuchtet sie zentrale Themen und Motive, die Nays Schaffen über die Jahrzehnte hinweg prägten, und ermöglicht mit zeitlichen Vor- und Rückgriffen den Blick auf sein Werk als ein organisches Ganzes. Es wird vor dem Hintergrund seiner Zeit gesehen mit den politischen und wissenschaftlichen Fragen, die Niederschlag in seiner Arbeit fanden. 

Der Stadt Hamburg war Nay eng verbunden, nicht zuletzt über seine langjährigen Beziehungen zu Carl Georg Heise und Alfred Hentzen. Als Direktoren der Hamburger Kunsthalle erwarben sie zahlreiche seiner Ölbilder und Arbeiten auf Papier für die Museumssammlung, als Leiter des Kunstvereins Hamburg präsentierten sie in den Jahren 1947, 1955, 1964 und 1969 Werke von Nay in der Hansestadt. In Hamburg fand auch Nays einzige Lehrtätigkeit statt: Im Herbst 1953 hatte er drei Monate lang eine Gastdozentur an der Landeskunstschule inne. 1955 veröffentlichte er seine kunsttheoretische Schrift Vom Gestaltwert der Farbe und erhielt den renommierten Lichtwark-Preis der Freien und Hansestadt Hamburg.

Bild 1: Ernst Wilhelm Nay (1902–1968), Paar mit Schmetterlingen, 1939, Öl auf Leinwand, 90 x 115 cm, Sammlung Alexejew-Brandl  © VG Bild-Kunst, Bonn 2021 / Ernst Wilhelm Nay Stiftung, Köln, Foto: Trevor Good

Bild 2: Ernst Wilhelm Nay (1902–1968), Frau mit Tieren, 1939, Öl auf Leinwand, 109 × 87 cm, OL-art, Collection, © VG Bild-Kunst, Bonn 2021 /  Ernst Wilhelm Nay Stiftung  © Ketterer Kunst GmbH & Co. KG, München

Bild 3: Barbara Deller-Leppert, Ernst Wilhelm Nay bei der Arbeit, 1964, © Barbara Deller-Leppert, © Fotoarchiv Ernst Wilhelm Nay Stiftung

 

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