VON UND MIT   BUCERIUS KUNST FORUM / DEICHTORHALLEN HAMBURG / HAMBURGER KUNSTHALLE / KUNSTVEREIN IN HAMBURG / MUSEUM FÜR KUNST UND GEWERBE HAMBURG

Deichtorhallen Hamburg

Ausstellungen

QUADRO
KERSTIN BRÄTSCH - KATI HECK - STEFANIE HEINZE - LAURA LINK

14.2.20 - 9.8.2020

HALLE FÜR AKTUELLE KUNST

 

Parallel zur Ausstellung JETZT! JUNGE MALEREI IN DEUTSCHLAND präsentieren die Deichtorhallen Hamburg vom 14. Februar bis 9. August 2020 das Projekt QUADRO mit Arbeiten von Kerstin Brätsch, Kati Heck, Stefanie Heinze und Laura Link. Die Ausstellung von Deichtorhallen-Intendant Dirk Luckow kuratierte Schau wurde unabhängig von der JETZT!-Ausstellung zusammengestellt und ist als Antwort auf die vorhergehende Ausstellung DIE JUNGEN JAHRE DER ALTEN MEISTER mit Werken von Georg Baselitz, Anselm Kiefer, Sigmar Polke und Gerhard Richter zu lesen. Was dort an Grundlagen der deutschen Malerei zu sehen war, wird hier nun in die Gegenwart überführt. Die Ausstellung QUADRO beantwortet beispielhaft die Frage, welchen Vorrat an Formulierungen, Formeln und Symbolen sich die Malerei aktuell geschaffen hat, um uns in figurativen, neo-surrealistischen oder experimentellen Bildern in ihren Bann zu ziehen.

Die Ausstellung folgt zugleich dem Credo des kuratorischen Konzepts der JETZT!-Ausstellung, wonach die Auswahl der Künstler*innen nie als etwas Abgeschlossenes betrachtet wurde. Die QUADRO-Künstlerinnen, darunter mit Kerstin Brätsch und Laura Link zwei Positionen mit unmittelbarem Bezug zu Hamburg, gehören zu den deutschen Malerinnen, die im Ausland viel Beachtung finden. Um so mehr erhoffen wir uns, dass diese Ausstellung die Diskussion um die Aktualität des Themas Malerei weiter entfacht. Beide Ausstellungen verbindet eine hohe Bildqualität, faszinierend anzusehende Werke, deren Wirkung nicht schnell verpufft, sondern bleibenden Eindruck hinterlassen wird. So lädt die Kombination der beiden Ausstellungen ein, nach den Stationen Wiesbaden, Bonn und Chemnitz auch in Hamburg nochmal über Malerei in einem spannungsvollen Diskurs um inhaltliche und formale Qualitäten nachzudenken.

Kerstin Brätsch‘ (*1979 in Hamburg, lebt und arbeitet in New York) vielseitiges Œuvre steht für ein radikal erweitertes Verständnis von Malerei, das installative, skulpturale oder performative Formen umfasst. Ein zentrales Element ihrer Arbeit sind Kollaborationen mit befreundeten Künstlerinnen und Künstlern. Brätschs Werke zeugen von einer großen Sensibilität im Umgang mit Werkstoffen und Techniken, die von Ölmalerei auf Polyesterfolie, Marmorierungen auf großformatigen Papierbahnen bis zu Stuckmarmorarbeiten und Glasmalereien reichen. Bildgrund und Bindeglied der vier in diesen unterschiedlichen Techniken gefertigten Arbeiten ist eine von Brätsch gestaltete Wandtapete.

Die monumentalen Bilder Kati Hecks (*1979 in Düsseldorf, lebt und arbeitet in Pulle, Belgien) bestechen durch einen irrwitzigen Stilmix aus naturgetreu wiedergegebenen Figuren, karikierend-zeichnerischen und sprachlichen Elementen. Diese werden von Heck collagenhaft zu ironischen Bildkompositionen zusammengefügt und schwanken zwischen Ernsthaftigkeit und Satire, zwischen Comic und Altmeisterlichem, Realität und Irrealität. Die Modelle für ihre bisweilen derben, manchmal komödiantischen Darstellungen von ganz normalen Menschen stammen aus ihrem persönlichen Umfeld.

Worauf auch immer der Blick in den energiegeladenen Bildern Stefanie Heinzes (*1987 in Berlin, lebt und arbeitet ebenda) fällt, überall herrschen assoziationsreiche, vom Malprozess geleitete Fliehkräfte. Den Ausgangspunkt für Stefanie Heinzes Szenarien bilden häufig kleinformatige Zeichnungen, in die zum Teil Ausschnitte aus anderen Zeichnungen hinein collagiert worden sind. Zugleich sticht in den Bildern der leichte und dichte Farbauftrag hervor, der dem burlesken Treiben der organoiden Formen und Geschöpfe freien Lauf gewährt. 

Laura Links (*1987 in Frankfurt am Main, lebt und arbeitet in Leipzig) eindringliche Bilder haben die Wirkung von künstlerischen Sprengsätzen. So radikalisieren ihre häufig wandfüllenden Werke einen Bildanspruch der sich gegen das Dekorative richtet und die Inhaltlichkeit der verdrängten Seiten der Gesellschaft anspricht. Mit einem Schlag stellt ihre das Morbide und Physische betonende, monumentale Malerei heute dominierende malerische Arbeitsweisen in Frage. 

 

#QUADRODTH

 

 

Weitere Ausstellungen

Deichtorhallen

Deichtorhallen Hamburg

ÖFFNUNGSZEITEN:

Di. – So.  11 – 18 Uhr
1. Do. im Monat 11 – 21 Uhr
Mo. geschlossen

KONTAKT:

Deichtorstraße 1–2
20095 Hamburg

+49 40 32 10 30
mail@deichtorhallen.de
www.deichtorhallen.de

FÜHRUNGEN:

Mehr Infos hierzu

ANFAHRT:

Die Deichtorhallen Hamburg sind mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bequem zu erreichen. Buslinie 112 oder U1 bis zur Haltestelle Steinstraße, von dort erreichen Sie die Deichtorhallen zu Fuß in etwa 2 Minuten. Vom Hauptbahnhof sind es etwa 800 Meter Fußweg. Der Weg ist ausgeschildert.

Nutzen Sie die Fahrplanauskunft des Hamburger Verkehrsverbundes wenn sie mit der U-Bahn, S-Bahn oder dem Stadtbus fahren wollen.

HVV FAHRPLANAUSKUNFT

An vielen Leihstationen auf der Kunstmeile haben Sie rund um die Uhr die Möglichkeit ein StadtRAD auszuleihen und wieder abzugeben.

STADTRAD-PORTAL